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Preis und Leistung

Was in Ihrem Preis steckt –
und was andere Angebote
weglassen

Ein PV-Angebot ist erst vergleichbar, wenn klar ist, was darin fehlt. Das Gerüst zum Beispiel: gesetzliche Pflicht, 500 bis 1.400 Euro, und in vielen Angeboten steht dazu nur ein Wort – „bauseits". Hier steht Posten für Posten, was bei uns im Preis ist. Und weil das sonst unglaubwürdig wäre: auch die zwei Dinge, die wir bewusst nicht pauschal einrechnen.

Marvin Schönwald, Geschäftsführer Schönwald Handwerkerservice
Geschäftsführer, Schönwald Handwerkerservice
8 Minuten Lesezeit

Preis für mein Dach berechnen

Feste Paketpreise, ohne Kontaktdaten, ohne Rückruf.

Veröffentlicht bei pv magazine: Unsere Warnung an EKD-Kunden vor teurer Kündigung

1. Die kurze Antwort: sieben Posten

Unabhängig davon, welche Anlagengröße am Ende zu Ihrem Dach passt, sind diese Leistungen immer dabei. Sie tauchen nicht später als „Zusatzposten" auf der Rechnung auf.

  • Module und UnterkonstruktionWas auf dem Dach liegt und was es dort hält.
  • WechselrichterMacht aus dem Gleichstrom vom Dach nutzbaren Hausstrom.
  • Schutz- und ElektrokomponentenAlles, was zwischen Dach und Zähler dazugehört.
  • GerüstDer Posten, der am häufigsten fehlt. Bei uns nie.
  • Montage und InbetriebnahmeDach und Anschluss, nicht nur das eine oder das andere.
  • Anmeldung beim NetzbetreiberDen Papierkram machen wir, nicht Sie.
  • Bei SpeicheranlagenBatteriespeicher und Smart Meter gehören dann dazu.

Dazu kommt eine Ersparnis, die keine Rechnung ausweist: Auf Photovoltaik für Wohngebäude fällt nach § 12 Absatz 3 UStG keine Umsatzsteuer an, solange die Anlage nicht mehr als 30 Kilowatt (peak) hat. Das gilt für Module, Speicher und die Installation. Bei einer typischen Einfamilienhausanlage sind das mehrere Tausend Euro, ohne Antrag und ohne Fördertopf, der leer sein kann.

Was heißt das für Ihr Dach in Euro? Unser PV-Angebot zeigt drei Pakete samt Preis. Feste Paketpreise, ohne Kontaktdaten.
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2. Der Vergleich: wir gegen das typische Angebot

Wir nennen hier keine Firmennamen, weil sich Angebote auch innerhalb einer Firma unterscheiden. Die rechte Spalte beschreibt, was uns in der Praxis regelmäßig auf Vergleichsangeboten begegnet, die Kunden uns mitbringen.

PostenBei unsTypisches Angebot
Gerüst Enthalten Oft „bauseits" Sie beauftragen selbst oder zahlen nach: rund 500 bis 1.400 Euro.
Montage auf dem Dach und Anschluss am Zähler Beides enthalten Manchmal nur das Dach Prüfen, ob Gleichstrom und Wechselstrom drinstehen.
Anmeldung beim Netzbetreiber Enthalten Teils Aufpreis Ohne Eintrag im Marktstammdatenregister gibt es keine Vergütung.
Speicherpreis getrennt ausgewiesen Getrennt Oft ein Pauschalpreis Ein teurer Speicher lässt eine günstige Anlage teuer aussehen und umgekehrt.
Zählerschrank, falls er erneuert werden muss Nicht pauschal Wir prüfen es auf Ihrem Foto und beziffern es vor der Beauftragung. Pauschal drauf oder verschwiegen 1.500 bis 3.500 Euro, je nach Nachrüstung oder Tausch.
Not- und Ersatzstrom bei Stromausfall Auf Wunsch, beziffert Meist nicht enthalten Standardanlagen schalten bei Ausfall ab. Das überrascht viele.
Ausführung Betrieb aus Leingarten Feste Partnerbetriebe, mit denen wir seit Jahren arbeiten. Oft wechselnde Subunternehmer Fragen Sie, wer in fünf Jahren beim Garantiefall kommt.
Vergleichen Sie selbst Rechnen Sie unseren Preis aus und legen Sie ihn neben Ihr Angebot. Ohne dass Sie uns dafür Ihre Daten geben müssen.
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3. Das Gerüst: der Posten, der am häufigsten fehlt

Auf dem Dach muss bei den meisten Häusern ein Gerüst stehen – das ist keine Serviceleistung, sondern Arbeitsschutz. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die Kosten bei etwa 500 bis 1.400 Euro, gerechnet mit 8 bis 15 Euro je Quadratmeter Gerüstfläche und einer üblichen Standzeit von rund vier Wochen.

Genau deshalb ist es der beliebteste Posten zum Weglassen: Ein Angebot sieht ohne Gerüst spürbar günstiger aus, und das Wort „bauseits" fällt beim Querlesen nicht auf. Bezahlt wird es trotzdem – nur später und von Ihnen.

Wenn Sie ohnehin das Dach neu machen: Dann lohnt es sich, beides zusammenzulegen. Das Gerüst fällt nur einmal an, was je nach Objekt mehrere Tausend Euro spart. Sagen Sie uns das einfach dazu.

Wie Sie im Angebot erkennen, ob das Gerüst wirklich enthalten ist, und warum bei diesem Posten sogar die Umsatzsteuer zur Falle werden kann, steht ausführlich im Beitrag zum Gerüst bei der PV-Montage.

Bei uns steht das Gerüst schon im Preis Kein Sternchen, keine Fußnote, keine Nachberechnung.
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4. Was wir bewusst nicht einrechnen

Eine Seite über den Leistungsumfang wäre unglaubwürdig, wenn alles enthalten wäre. Zwei Posten rechnen wir ausdrücklich nicht pauschal ein – und das ist eine Entscheidung für Sie, nicht gegen Sie.

Die Erneuerung des Zählerschranks

Nach der Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 verliert ein Zählerschrank seinen Bestandsschutz, sobald die elektrische Anlage wesentlich verändert wird – und der Einbau einer PV-Anlage zählt dazu. Betroffen sind vor allem Schränke aus der Zeit vor etwa 2015. Eine Nachrüstung kostet üblicherweise 1.500 bis 3.000 Euro, ein kompletter Tausch im Einfamilienhaus 1.800 bis 3.500 Euro.

Manche Anbieter schlagen diesen Posten vorsorglich pauschal auf – auch bei Kunden, deren Schrank völlig in Ordnung ist. Wir sehen es uns auf Ihrem Foto an und sagen Ihnen vor der Beauftragung, was dazukommt. Oder dass nichts dazukommt.

Termin merken: Die überarbeitete Fassung VDE-AR-N 4100:2026-04 gilt für neu errichtete oder geänderte Anlagen ab dem 1. April 2026, mit einer Übergangsfrist bis zum 1. April 2027.

Ungewöhnlich lange Kabelwege

Liegt der Zählerschrank am anderen Ende des Hauses oder muss die Leitung über einen Nebenbau, kostet das mehr Material und mehr Zeit. Das betrifft längst nicht jedes Haus, und wo es zutrifft, sagen wir es vorher.

Erst der Preis, dann das Gespräch Sie sehen in unserem PV-Angebot, was die Anlage kostet. Ob bei Ihnen etwas dazukommt, klären wir danach – vor der Beauftragung, nicht nach der Montage.
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5. Sechs Punkte für Ihr eigenes Angebot

Diese Liste können Sie an jedes Angebot halten, auch an unseres. Wenn ein Punkt nicht ausdrücklich als enthalten dasteht, ist er es meistens nicht.

  • Steht „Gerüst" als eigene Position drin? Nicht „Absturzsicherung nach Bedarf", nicht „bauseits". Gerüst, enthalten, fertig.
  • Sind Gleichstrom und Wechselstrom beide genannt? Also die Montage auf dem Dach und der Anschluss am Zählerschrank.
  • Ist der Speicher separat bepreist? Nur so können Sie den Preis je Kilowatt-Peak der reinen Anlage vergleichen – die einzige belastbare Vergleichszahl.
  • Ist der Zählerschrank geprüft oder geschätzt? Ein pauschaler Aufschlag, ohne dass jemand den Schrank überhaupt gesehen hat – auf einem Foto oder vor Ort –, ist ein Warnzeichen in beide Richtungen.
  • Steht die Anmeldung drin? Netzbetreiber und Marktstammdatenregister. Letzteres ist nach § 5 Absatz 5 MaStRV innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme Pflicht.
  • Wer montiert? Eigene Leute und feste Partner oder wechselnde Subunternehmer. Diese Frage entscheidet, wer in fünf Jahren beim Garantiefall vor der Tür steht.

Wie Sie Angebote darüber hinaus objektiv gegeneinander stellen, vom Preis je Kilowatt-Peak bis zum Unterschied zwischen Leistungs- und Produktgarantie, steht im Beitrag PV-Angebote vergleichen.

6. Warum wir das Gerüst einrechnen können

Weil Photovoltaik bei uns nicht das einzige Geschäft ist. Wir sind über den Handwerkerservice und Schönwald Immobilien ohnehin ständig auf Baustellen und haben im Raum Heilbronn über 100 PV-Anlagen gebaut. Wir müssen deshalb keinen Vertriebs- und Marketingapparat finanzieren, der ausschließlich Photovoltaik verkauft.

Dieser Unterschied landet bei Ihnen: Statt hoher Vertriebs- und Gemeinkosten auf die Anlage zu schlagen, stecken wir das Geld in Planung, Komponenten und eine saubere Ausführung – und können Posten wie das Gerüst einrechnen, statt sie herauszunehmen, damit der Preis auf dem Papier kleiner wirkt.

Mehr über die verbauten Module, Speicher und Wechselrichter steht auf der Photovoltaik-Seite, Fotos eigener Anlagen aus dem Raum Heilbronn finden Sie unter Referenzen. Wie aus dem Angebot eine fertige Anlage wird, zeigt Schritt für Schritt die Seite So läuft Ihre Photovoltaikanlage ab.

Häufige Fragen

Ist das Gerüst wirklich immer im Preis?

Ja. In jedem unserer Pakete steht das Gerüst im Preis und wird nicht nachberechnet.

Was kostet mich ein fehlendes Gerüst bei einem anderen Anbieter?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus etwa 500 bis 1.400 Euro, bei größeren oder schwierigen Dächern mehr. Gerechnet wird meist mit 8 bis 15 Euro je Quadratmeter Gerüstfläche bei rund vier Wochen Standzeit.

Warum rechnen Sie den Zählerschrank nicht mit ein?

Weil ihn längst nicht jedes Haus braucht. Wer ihn pauschal einrechnet, lässt Kunden mit einwandfreiem Schrank für etwas mitzahlen, das bei ihnen nicht anfällt. Wir prüfen es vor Ort und beziffern es vor der Beauftragung.

Muss ich für die Anmeldung selbst zum Netzbetreiber?

Nein, die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir und sie ist im Preis enthalten.

Fällt auf die Anlage Mehrwertsteuer an?

Auf Photovoltaik für Wohngebäude nicht, solange die Anlage nicht mehr als 30 Kilowatt (peak) hat – nach § 12 Absatz 3 UStG gilt der Nullsteuersatz für Module, Speicher und die Installation.

Quellen und Rechtsgrundlagen

  1. § 12 UStG – Steuersätze, Absatz 3: Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden bis 30 kWp.
  2. § 5 MaStRV, Absatz 5: Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.
  3. VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 (Technische Anschlussregeln Niederspannung): Wegfall des Bestandsschutzes bei wesentlicher Änderung der elektrischen Anlage; überarbeitete Fassung VDE-AR-N 4100:2026-04 verbindlich ab 1. April 2026, Übergangsfrist bis 1. April 2027.
  4. Marktübliche Gerüstkosten bei PV-Montage: 8 bis 15 Euro je Quadratmeter Gerüstfläche, rund 500 bis 1.400 Euro für ein durchschnittliches Einfamilienhaus bei etwa vier Wochen Standzeit.
  5. Marktübliche Kosten Zählerschrank: Nachrüstung 1.500 bis 3.000 Euro, kompletter Tausch im Einfamilienhaus 1.800 bis 3.500 Euro.

Stand: 31. August 2026. Die genannten Marktpreise sind Spannen aus veröffentlichten Kostenübersichten und keine Angebote Dritter. Was bei Ihnen anfällt, hängt vom Objekt ab.

Marvin Schönwald, Geschäftsführer Schönwald Handwerkerservice
Marvin Schönwald

Geschäftsführer des Schönwald Handwerkerservice in Leingarten bei Heilbronn. Familienbetrieb in dritter Generation, zuhause im Innenausbau und in der Photovoltaik. Mehr unter Über uns oder auf LinkedIn.

Ohne Kontaktdaten, ohne Rückruf

Erst der Preis.
Dann entscheiden Sie.

Sie sehen drei Vorschläge für Ihr Dach mit Preis – Gerüst, Montage und Anmeldung sind darin schon enthalten. Was Sie damit machen, bleibt Ihnen überlassen. Auch nichts.

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